Gruselgeschichten

Many of these stories can be used for reading comprehensions or grammar practice.  Some are well suited as an introduction to more advanced texts and short stories.

They also contain good examples of the imperfect tense.

 

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Es war Samstagnacht, und Sally war allein zu Hause.

Da klingelte plötzlich das Telefon. Sie nahm ab:" Hallo?" Eine Stimme am anderen Ende sagte:" Hier ist der Mann mit dem blutigen Daumen. Ich bin noch 10 Meter von deinem Haus entfernt!"

Erschrocken legte Sally auf. Sie ging ins Wohnzimmer. Ein paar Minuten später klingelte wieder das Telefon. Sie nahm ab. Wieder hörte sie eine Stimme, die sagte:" Ich bin der Mann mit dem blutigen Daumen. Ich bin noch 5 Meter von deinem Haus entfernt!" Sally legte auf.

Sie versuchte , sich mit Fernsehen gucken abzulenken. Da klingelte schon wieder das Telefon. Sie nahm ab:" Hallo?" Die Stimme von vorhin sagte:" Hier ist der Mann mit dem blutigen Daumen. Gleich bin ich an deiner Haustür!"

Sallis Herz rutschte ihr in die Hose. Da klingelte es plötzlich an der Haustür. Sally machte auf. Da stand er. Ein großer Mann mit dunklen Haaren. Er sagte:" Ich bin der Mann mit dem blutigen Daumen!" Sally bekam die Panik.

 Auf einmal sagte er:" Hast du ein Pflaster?"

 

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Der Unfall

Der ältere Bruder eines Bekannten hat erzählt, was einem seiner Freunde passiert ist. An einem ziemlich warmen Sommertag wollte er mit seinen Freunden einen Motorradausflug machen und ist zu einer Tagestour aufgebrochen. Die Motorradgruppe hatte sich für ihren Ausflug eine besonders hügelig und kurvenreiche Strecke ausgesucht. Alle waren recht ausgelassen und auf Risiko aus. Plötzlich verlor der letzte Fahrer die Kontrolle über sein Motorrad und fuhr in den Wald hinein gegen einen Baum. Er hatte Glück und wurde vor dem Aufprall von der Maschine geschleudert, die völlig demoliert war. Ganz verstört und verwundert, mit den Schrecken davongekommen zu sein, richtete sich der Motorradfahrer auf und nahm den Helm ab. Plötzlich kippte er nach vorn und war tot. Sein Kopf war nur noch von dem Helm zusammengehalten worden.

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Das Versehen

Ein Fernfahrer aus Volkerode bei Göttingen kommt zwischen zwei Fahrten kurz nach Hause, um seine Familie zu besuchen. Auf der Straße vor seinen Haus liegt ein großer Pappkarton. Der Fahrer fährt über diesen Karton, ohne sich weiter darum zu kümmern. Nachdem er den Wagen abgestellt hat, geht er ins Haus um seine Familie zu begrüßen. Da er seinen kleinen Sohn vermißt, fragt er nach dessen Verbleib. Als die Frau dem Manne erklärt, dass der Kleine auf der Straße mit Kartons spiele, läuft der Mann aus dem Haus und kommt völlig verstört wieder zurück. Er hatte seinen eigenen Sohn überfahren.

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Der Hund aus Indien

Eine Freundin erzählte aufgeregt von einem Bekannten eines Freundes, der mehrere Wochen in Indien gewesen war. Er hatte einen jungen herrenlosen Hund durch alle Kontrollen nach Hause schmuggeln können. Seine Katze und der Hund hatten sich sofort verstanden. Aber als er nach ein paar Wochen abends nach Hause kam, war die Katze nicht zu finden. Konnte es sein, dass der Hund seine teure Katze gefressen hatte? Am nächsten Tag ging er mit dem Hund zum Tierarzt. Der sah sich das Tier an und meinte nach kurzer Zeit: " Das da ist kein Hund, sondern eine Riesenratte!"

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Der Puppenwagen

Vor einem halbem Jahr übernachtete ich bei meiner Freundin.  Ihr Onkel war eine Woche gestorben.  Er hatte Selbstmord begangen, den Grund dafür hatte ich nicht erfahren.  Vor dem Einschlafen unterhielten wir uns noch darüber.  Nina fing an zu weinen und ich tröstete sie eine Weile, bis wir, eingegemummelt in Decken, schließlich einschliefen.  Nachts musste ich aufs Klo.   Ich weckte Nina und wir beschlossen gemeinsam zu gehen, denn ich musste zugeben, dass ich schon etwas Angst im Dunkeln hatte. Wir schnappten uns eine Taschenlampe und gingen durch den Flur.  Plötzlich hörten wir hinter uns ein Knarren.  Nina leuchtete mit der Lampe in die Richtung, woher das Knarren kam.  Wir erschreckten uns fürchterlich, als hinter uns Ninas alter Puppenwagen auf und ab wippte.  Wir haben so laut wie wir nur konnten geschrien. Dann hörte man ein hässliches Kichern.  Der Puppenwagen setze sich wieder in Bewegung und fuhr um uns herum. Wir schrien immer noch.  Dann hörten wir die Schlafzimmertür von Ninas Eltern klacken.  In dem Moment machte der Puppenwagen kehrt und fuhr auf seinem alten Platz zurück,wo er stehen blieb.  Ninas Mutter kam zu uns gerannt und fragte uns was los sei.  Doch die Geschichte wollte uns niemand glauben.  Am nächsen Morgen haben wir auf dem Flur einen Ring gefunden.  Nina sagte, dass ihr Onkel immer so einen Ring getragen hatte.  Also kann das kein Traum gewesen sein.……………

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Der weißhaarige Mann

Letzte Woche war ich in der Stadt unterwegs und ging in ein Restaurant. Schon als ich es betrat, fiel mir an einem Tisch ein junger Mann auf, etwa so alt wie ich, der hatte schneeweißes Haar. Da alle Tische besetzt waren, ging ich zu ihm hinüber und fragte, ob ich mich an seinen Tisch setzen dürfe. Er hatte nichts dagegen und so setzte ich mich zu ihm und bestellte einen Kaffee. Ich mußte ihn immer wieder anschauen. Und als er einmal fragend zurückschaute, deutete ich auf seine Haare und fragte, wieso sie so weiß sind. Er schaute mich lange an und begann schließlich zu erzählen:

“Als Kind lebte ich in einem kleinen Ort, außerhalb der Stadt. Mit vier Freunden hatte ich eine Bande gegründet. Wir waren fast jeden Tag zusammen unterwegs. Eines Tages zog ein neuer Junge mit seiner Mutter in unseren Ort. Nach ein paar Wochen sprach er uns in der Schule an und fragte, ob er in unsere Bande aufgenommen werden könnte. Ich diskutierte mit meinen Freunden und wir beschlossen, daß er eine Mutprobe machen müsse. In unserem Ort gab es ein altes, verfallenes Haus, das schon seit Jahren nicht mehr bewohnt war. Wir nannten es heimlich das Spukhaus. Der Neue sollte sich beim nächsten Neumond um Mitternacht mit einer Kerze in das Haus schleichen und die Kerze an das oberste Fenster unter dem Giebel stellen.

Der Junge erklärte sich dazu bereit und so trafen wir uns ein paar Nächte später alle vor dem Spukhaus. Der Junge zündete eine Kerze an und betrat, gerade als die Kirchturmuhr zwölf mal schlug, das Haus. Dann war es dunkel. Meine Freunde und ich standen auf der Straße und versuchten den Kerzenschein durch eines der Fenster zu erkennen, aber wir sahen nichts. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir am obersten Fenster einen schwachen Lichtschein ausmachen konnten. Kurz darauf erschien die Kerze im Fenster und hinter der Kerze konnte wir im flackernden Licht das bleiche Gesicht des Neuen erkennen. Er verschwand wieder mit der Kerze von dem Fenster und es war wieder dunkel.

Plötzlich schlugen Flammen aus einem Fenster und erfassten schnell das ganze Haus. Wir bekamen große Angst und rannten nach Hause. Am nächsten Tag erfuhren wir, daß das alte Haus komplett abgebrannt war. In den Trümmern fand man den toten Jungen. Meine Freunde weigerten sich, zur Beerdigung des Jungen zu gehen, aber ich fühlte mich schuldig und fand es sei meine Pflicht, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Es war sehr traurig. Nur wenige Menschen standen an dem Grab.

Als die Zeremonie vorbei war, drehte sich die Mutter des Jungen zu mir um, sah mir tief in die Augen und sagte leise: -Du bist Schuld am Tod meines Jungen! An deinem 25. Geburtstag sollst du weißes Haar bekommen und wahnsinnig werden!- Heute ist mein 25. Geburtstag. Weiße Haare hab ich schon……..”

Dann griff der Mann nach dem Steakmesser, das vor ihm auf den Tisch lag……………

 

 

 

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